Rauchen


Zunächst, was hat Rauchen mit Babys zu tun? Nun, früher habe ich geraucht und dann hat Paul sich angekündigt. Einer der ersten Gedanken, die ich hatte, war, daß mit Kindern Zukunft verbunden ist. Rauchen aber ist nicht nur gesundheitsschädlich, sondern es verkürzt das Leben. Es ist so: wenn man raucht wird man ziemlich sicher früher sterben, als wenn man es nicht tun würde. Ich möchte aber meinem Kleinen nicht das antun, was mein Vater gemacht hat (Ich war 11 als er an Krebs starb).
Paul und das hohe Risiko haben aber bei mir nicht ausgereicht um aufzuhören. Paul war aber der Anstoß darüber nachzudenken, warum ich geraucht habe und wie ich aufhören könnte. Die Erkenntnis, die noch notwendig war ist: jeder der mehr als 5 Zigaretten am Tag raucht ist drogenabhängig. Die Drogen sind das Nikotin und die Gewohnheit in bestimmten Situationen zu rauchen. Man lügt sich selber an, wenn man sagt, daß man gerne raucht. Natürlich ist es angenehm, die Entzugserscheinungen abzustellen und dem Suchtbedürfnis nachzugeben. Mit dem Rauchen ist es wie mit der Werbung, es wird ein Bedürfnis erzeugt, das vorher nicht da war. Werbung soll ein Bedürfnis nach bestimmten Produkten erzeugen, das vorher nicht da war. Man kauft die Produkte und freut sich, da man das, durch die Werbung erzeugte, Bedürfnis befriedigt hat. Ohne die Werbung würde man das Produkt als das erkennen, was es ist: nämlich als nutzlos (Wie z.B. Zwiebelwürfel in der Tube). Beim Rauchen ist es genauso. Man raucht eine Zigarette, die einen meistens nicht schmeckt (Teer hat noch nie gut geschmeckt). Dadurch erzeugt man ein Bedürfnis nach einer neuen Zigarette. Die Befriedigung dieses Bedürfnisses ist schön und beruhigend, denn man war aufgeregt, weil  man keine Zigarette hatte. D.h., man raucht gerne, weil das Rauchen die Entzugserscheinungen beseitigt. Nikotin selber beruhigt nicht, es regt eher auf.
Wie man dann, wenn man sich zu solchen Erkenntnissen durchgerungen hat, aufhört zu rauchen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ich habe auch Allen Carr 'Endlich Nichtraucher' gelesen. Dadurch wurde mir vieles klarer, aber zum Nichtraucher bin ich durch das Buch alleine nicht geworden. Geholfen haben mir Nikotinkaugummis, da sie die Sicherheit geben die eventuell vorhandenen Entzugerscheinungen unter Kontrolle zu haben. Aber, kann es einen besseren Grund geben mit dem Rauchen aufzuhören, als Vater/Mutter zu werden?


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